In fast allen Modellen dient, so wie es die SPÖ plant, die Nettowertschöpfung als Bemessungsgrundlage (siehe Tabelle 1). In manchen Fällen sind noch Abzüge von der Bemessungsgrundlage vorgesehen (z.B. kann bei sehr kleinen Unternehmen die Lohnsumme abziehbar sein).
Auch kann die Bemessungsgrundlage in verschiedenen Branchen unterschiedlich definiert sein. In Frankreich etwa gelten für den Versicherungssektor und die Banken unterschiedliche Definitionen.
Da die Bemessungsgrundlage nicht die gleiche ist wie für die Einkommen- oder Körperschaftsteuer, kann es Unternehmen Zeit bzw. Geld kosten, diese neue Bemessungsgrundlage zu ermitteln.
Die Wertschöpfungsabgabe führt möglicherweise zu einer doppelten Besteuerung. Derzeit werden Gewinne in einer Unternehmensgruppe einmal besteuert, da Mutterunternehmen für den Ertrag einer Tochter keine Steuer zahlen müssen. Falls es das in Österreich nicht gäbe, würden Gewinne eines Tochterunternehmens mit der neuen Abgabe belastet. Solche Gewinne werden aber (ohne KESt) an das Mutterunternehmen ausgeschüttet und würden dort als Teil der Bemessungsgrundlage nochmals besteuert.
In der Praxis würde die Wertschöpfungsabgabe wohl eine Steuervorauszahlung der Unternehmen bedeuten, da die Wertschöpfung meist erst einige Zeit später endgültig ermittelt werden kann.
In Italien wurde die IREP mehrmals modifiziert, um negative Auswirkungen wie die Besteuerung von Zinsen zu verringern. Generell besteht das Problem darin, dass eine Wertschöpfungsabgabe anders als die Körperschaftsteuer (KÖSt) keinen Abzug der Fremdkapitalzinsen zulässt, d.h. fremdkapitalfinanzierte Investitionen werden in vollem Ausmaß besteuert. Mehrere Studien haben ergeben, dass eine Besteuerung zu geringeren Investitionen und in der Folge zu einem geringeren Wachstum (BIP) führt (Bond 2000, De Mooij und Devereux 2011).
Übrigens hat es auch in Österreich bereits etwas Ähnliches gegeben, und zwar die Gewerbekapitalsteuer. Sie wurde aber 1986 abgeschafft (1994 ersetzte dann die Kommunalsteuer die Gewerbesteuer zur Gänze).
Die Staatsschulden sind rasant gestiegen, das Defizit wächst. Österreich muss rasch Maßnahmen setzen, um das Budget zu sanieren. Aber wie soll das gehen, ohne die Wirtschaftskrise zu verschärfen? Die Agenda Austria hat ein Konzept erarbeitet, mit dem der Staat schon im kommenden Jahr knapp 11 Milliarden Euro einsparen kann. Bis zum Ende des Jah
Fast schon im Wochentakt schlagen bei den Unternehmen neue Regeln auf. Es kann schon längst nicht mehr als EU-Bashing gelten, den Regelungswahn der Brüsseler Schreibtischakrobaten als unmäßig zu kritisieren. Wir werfen einen Blick in die Giftküche der Bürokratie.
Schwerpunkt 1: Mehr Wachstum braucht das Land! Wirtschaftswachstum ist in Österreich zu einem Fremdwort geworden. Nicht nur in der Statistik und in den Prognosen der Institute ist es inzwischen weitgehend der Stagnation gewichen. Auch in den Wahlprogrammen der Parteien kommt es kaum noch vor. Man sollte ja erwarten, dass ein Land, dessen reales Br
Wohnen ist in Österreich nicht teurer als in anderen europäischen Ländern. Die Wohnkostenbelastung liegt unter dem EU-Schnitt. Und doch gibt es Verbesserungsbedarf: Künftige Regierungen sollten den Aufbau von Wohneigentum in der Mitte der Gesellschaft erleichtern, den geförderten Mietmarkt treffsicherer machen und dafür sorgen, dass ausreiche
Der Sozialstaat ist eine Errungenschaft, um die uns viele Menschen auf der Welt beneiden – aber auch eine finanzielle Belastung, die sich immer schwerer stemmen lässt. Die nächste Regierung wird um Sparmaßnahmen nicht herumkommen, wenn das System zukunftsfit bleiben soll. Für die Bürger muss das nicht unbedingt Verschlechterungen mit sich br
Eigentlich wollte die Regierung ja die Staatsschulden senken und die Bürger entlasten. Beides ist leider spektakulär misslungen. In der kommenden Legislaturperiode muss die Politik das Ruder herumreißen und einen Sparkurs einschlagen. Die gute Nachricht: Es gibt ziemlich viele Maßnahmen, die man setzen kann.
Gegründet um das Land in wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Belangen zu öffnen und neue Antworten auf die großen Herausforderungen zu liefern.
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